Ein Schild «Arztpraxis» steht an der Straße., © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Hausärzte sehen sich weiter am Anschlag

In Bayerns Hausarztpraxen ist trotz sinkender Corona-Infektionszahlen keine Entspannung in Sicht. «Wir arbeiten weiter am Anschlag – testen, impfen», sagte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, Markus Beier, am Mittwoch. Hinzu käme die Betreuung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

Beier kritisierte, dass die Politik die Leistung der Praxen in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie bisher weder durch Bonuszahlungen noch Steuervergünstigungen gewürdigt habe. Zudem seien die Hausärzte nicht in den entscheidenden Corona-Gremien des Bundes eingebunden, beispielsweise im Expertenrat der Bundesregierung. Dabei hätten die Hausärzte sehr viele Erfahrungen gesammelt – alleine in Bayern seien von rund 27 Millionen verabreichten Impfungen gegen Covid-19 etwa 12,5 Millionen bei den Kinder- und Hausärzten erfolgt. Beier sprach von einer zerrenden Zeit.

Beim Bayerischen Hausärztetag vom 13. bis 14. Mai in Erlangen wollen die Teilnehmer solche und andere Probleme unter anderem mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) besprechen. In Bayern seien die Hausärzte anders als im Bund viel besser in Pandemiefragen eingebunden, sagte Beier.