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Hack tritt in Fürth ab: «Werde nicht mehr so leiden»

Fürth (dpa/lby) – Der langjährige Vereinspräsident Helmut Hack will den Weg der SpVgg Greuther Fürth künftig ohne großen Druck mitverfolgen. «Ich werde die Spiele anders sehen. Ich werde mich freuen. Aber ich werde nicht mehr so leiden, das spüre ich jetzt schon», sagte der 68-Jährige der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag-Ausgabe) in einem Interview. «Ich habe bereits mehr Abstand gewonnen. Ich hoffe, dass Fürth in fünf Jahren in der zweiten Liga spielt und auch in zehn Jahren, größere Ansprüche habe ich nicht.»

Hack hatte im Mai seinen Rückzug nach 22 Jahren an der Spitze des Vereins angekündigt. Seine Ära, deren Höhepunkt der Aufstieg 2012 in die Fußball-Bundesliga war, ist abgelaufen.

«Ich werde oft bei den Spielen vorbeischauen. Aber vielleicht mache ich auch mal eine Reise, um mir Spiele in anderen Ländern anzuschauen. Und dann bleibt mein Platz im Ronhof eben mal leer. Ich werde auch unterklassige Spiele anschauen, und da wird meine Frau sicher mitgehen», sagte Hack. «Dann werden wir uns wie früher eine Bratwurst kaufen – wenn sie eine gute Bratwurst haben! Vielleicht werden wir sogar ein Bier trinken. Ganz sicher: Es wird schön.»

Hack war als Präsident und Geschäftsführer lange Zeit die treibende Kraft in Fürth. Das galt auch für die Fusion des Dorfvereins TSV Vestenbergsgreuth mit der SpVgg Fürth im Jahr 1996. Hacks Nachfolger ist Fred Höfler, der Geschäftsführer der Brauerei Tucher Bräu.

«Ich will aus voller Überzeugung kein Amt mehr im Verein, und zwar deshalb, weil es für die, die auf mich folgen, schon so schwer genug ist. Kein Amt, keinen Platz in einem Gremium, gar nichts. Aber wenn man meinen Rat braucht, stehe ich zur Verfügung», sagte Hack.