Gülle und Abwässer: Gewässer im Vogtland mitunter stark belastet

Wachsende Fischbestände, Meldungen über den Nachweis von Fischottern oder Bibern. Landläufig gilt: Die Natur im Vogtland ist in Ordnung. Das stimmt nur zum Teil, wie ein Blick auf die Gewässer zeigt. Laut Bestandsaufnahme des Umweltbundesamtes sind nur vier von 60 Bächen und Talsperren im Vogtland in gutem ökologischen Zustand – der Rest mäßig, vier Gewässer werden sogar als schlecht eingestuft, meldet die Freie Presse. Nur der Geigenbach vor der Talsperre Werda, der Breitenbach an der Grenze zu Tschechien sowie die Talsperren Muldenberg und Dröda gelten als „gut“. Jauche und Abwässer belasten die Gewässer, außerdem seien alle Gewässer in Sachsen mit Quecksilber belastet, heißt es – eine Folge der Nutzung von Kohle seit rund 200 Jahren. Besserung erhofft sich das Umweltamt bis 2021 vom Klein-Kläranlagen-Zwang.