© Sven Hoppe

Grüne: Situation der Kinder muss Priorität haben

München (dpa/lby) – Die Situation von Kindern muss nach Ansicht der Grünen in der aktuellen Corona-Strategie der Staatsregierung den höchsten Stellenwert haben. «Kinder sind halt keine kleinen Erwachsenen», sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann am Mittwoch im bayerischen Landtag in München. Der Lockdown habe Kindern ihre sozialen Kontakte in der Schule und mit ihren Freunden genommen, aus diesem Grund würden sie überdurchschnittlich unter der Pandemie leiden. Ziel des Krisenmanagements müsse es daher sein, nach den Osterferien wieder mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen.

«Das geht nur mit einem guten Schutz- und mit einem guten Testkonzept», betonte Hartmann. Es brauche im Krisenmanagement eine klare Prioritätensetzung zugunsten der Kinder mit langfristigen Perspektiven, um aus der Krise herauszukommen.

Der Corona-Plan in Bayern sieht vor, dass Schulen und Kitas nach den Osterferien neuen Regeln unterliegen. So sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 sämtliche Schulklassen der Grundschulen Präsenzunterricht erhalten. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht – allerdings mit Ausnahmen. In den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen kann dann noch Wechselunterricht stattfinden.

© dpa-infocom, dpa:210324-99-955481/2