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Grüne im Landkreis München zweite Kraft

München (dpa/lby) – Im Landkreis München sind die Grünen bei der Bundestagswahl zweitstärkste Kraft geworden. Der Direktkandidat der Grünen im Landkreis, Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter, verfehlte ein Direktmandat weit.

Die CSU sackte bei den Zweitstimmen im Landkreis auf 32,6 Prozent nach 37,3 Prozent bei der Wahl 2017 ab. Die Grünen überholten mit 18,5 und einem Plus von 5,9 Prozentpunkten die SPD, die 2017 (14 Prozent) in dem Wahlkreis noch zweitstärkste Partei wurde. Die Sozialdemokraten legten aber ebenfalls zu auf 17,2 Prozent.

Das Direktmandat holte mit 39,1 Prozent erneut Florian Hahn, der seit 2009 im Bundestag sitzt. Der Europapolitische Sprecher der Unionsfraktion verlor aber gegenüber 2017 (43,5 Prozent) 4,4 Prozentpunkte.

Hofreiter holte 20,4 Prozent der Erststimmen, 6,7 Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl 2017 (13,7 Prozent). Auf Platz zwei der bayerischen Landesliste der Grünen ist Hofreiter ein Einzug in den Bundestag sicher.

Der erste Grüne, der je ein Direktmandat holte, war 2002 Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg.

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