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Großteil der Studierenden in Bayern ist geimpft

München (dpa/lby) – Das Wintersemester an bayerischen Hochschulen und Universitäten kann nach Einschätzung von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) ohne große coronabedingte Einschränkungen starten. Rund 80 Prozent der Studierenden seien bereits geimpft, hinzu kämen etwa zehn Prozent Genesene, sagte Sibler am Montag in München. Das sei ein hoher Wert, der den Betrieb an den Hochschulen stabilisiere.

Stichproben sollen sicherstellen, dass alle die 3G-Regel einhalten, also entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Hier werde man engmaschig kontrollieren, kündigte der Minister an. Bislang habe es aber keine Probleme geben. So hätten an der Technischen Hochschule in Deggendorf von bis zu 4000 Leuten auf dem Campus nur sieben keinen Nachweis vorlegen können. Kostenlos sind Tests für Studenten nur noch bis zum 30. November. Wo Abstände nicht eingehalten werden können, gilt zudem eine Maskenpflicht. Dies werde im Laufe des Semesters überprüft, sagte Sibler.

Rund 409.000 junge Frauen und Männer sind aktuell im Freistaat eingeschrieben, darunter knapp 65.000 Erstsemester. Sibler hofft, dass nach drei digitalen Semestern alle wieder an die Hochschulen kommen können. Präsenz sei das, was das Studium ausmache. Neben dem Erwerb von Wissen und Kompetenzen gehe es auch um Freundschaften, Netzwerke und Beziehungen, auf jederlei Ebene. Sehr große Vorlesungen würden oft weiter digital angeboten. Die Regel werde aber die Präsenz sein, gerade bei kleineren Veranstaltungen.

An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und den technischen Hochschulen haben die Vorlesungen bereits am 4. Oktober begonnen. Am 18. Oktober folgen die Universitäten, die Kunsthochschulen starten zu verschiedenen Terminen.

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