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Gribl über Mieten: Münchner Verhältnisse wird es nicht geben

Augsburg (dpa/lby) – Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) freut sich über das Wachstum der Stadt trotz steigender Mietpreise. «Das ist auch ein Kompliment an unsere Stadt. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als Augsburg schrumpfte und es nach dem Abzug der US-Soldaten Ende der 90er Jahre großflächig Leerstände gab», sagte Gribl der «Augsburger Allgemeinen» (Montag). «Die Frage ist, wie können wir unsere Dynamik so organisieren, dass es keine nachteiligen Nebeneffekte gibt? Man kann ja eine Stadt nicht bremsen.» Das Wachstum müsse aber besser gesteuert werden.

Noch habe sich keiner der Zehntausenden Immobilienbesitzer in Augsburg bei ihm beschwert, welchen Wertzuwachs die Stadt generiert hat. «Das muss man auch sagen dürfen», sagte Gribl. «Bei den Mieten sind wir hier noch bei einem Durchschnittspreis von 7,30 Euro.» Zwar gebe es auch Neubaumieten in der Stadt von bis zu 14 Euro. «Doch das wird eine natürliche Grenze finden», gab sich der Rathauschef zuversichtlich. «Münchner Verhältnisse mit Durchschnittsmieten von 16 Euro wird es aber bei uns nicht geben. Das gibt der Markt nicht her.»