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Greuther Fürth zeigt Charakter: Keita-Ruel rettet Remis

Fürth (dpa/lby) – In diesem einen Moment war Daniel Keita-Ruel für die SpVgg Greuther Fürth mal wieder zur Stelle. Kurz vor dem Abpfiff rettete der Torjäger mit seinem siebten Saisontreffer den mit großer Moral kämpfenden Franken in der 2. Fußball-Bundesliga doch noch ein Remis gegen den VfL Bochum. «Ich hatte nicht viele Chancen in dem Spiel, wusste aber, dass, wenn ich viel für die Mannschaft arbeite und laufe, ich auch die Chance noch bekommen werde», sagte Keita-Ruel nach dem Glücksmoment in der Nachspielzeit zum 2:2 am Freitagabend.

Die Fürther standen kurz vor ihrer ersten Heimniederlage der Saison. Robert Tesche und Lukas Hinterseer hatten den anfangs dominanten VfL vor 8750 Zuschauern im Sportpark Ronhof bis zur Pause komfortabel in Führung gebracht.

«Wir haben in der ersten Halbzeit Riesenprobleme gehabt. Wir waren nicht aggressiv genug und haben viele Chancen zugelassen», kritisierte Trainer Damir Buric. «In der zweiten Halbzeit haben wir unseren Charakter gezeigt und aufgrund dieser zweiten Hälfte das Unentschieden auch verdient.» Die Devise seiner Mannschaft laute aber wohl irgendwie: «Warum einfach, wenn es auch schwer geht.»

Dass es auch einfach gehen kann, bewies Lukas Gugganig mit seinem Anschlusstreffer. Einen Freistoß von Maximilian Wittek köpfte der Mittelfeldspieler fast mühelos ein. «Wir sind nicht gut in die Zweikämpfe gekommen. Da war zu viel Passivität», bemängelte Gugganig nach der ersten Hälfte. «Das haben wir dann angesprochen und gesagt, jetzt machen wir nochmal was. Das hat dann auch geklappt. Am Ende ist der Punkt einfach auch okay.»

20 Zähler nach zwölf Spieltagen sind eine stattliche Bilanz für die in der vergangenen Saison fast abgestiegenen Franken. Auf Dauer werden sie einen so zweikampfschwachen und auch harmlosen Start wie gegen Bochum aber nicht wettmachen können. Leistungssteigerungen wie in den zweiten 45 Minuten gelingen eben nicht auf Knopfdruck.

«In der zweiten Hälfte haben wir das alles besser gemacht. Da haben wir das Spiel gemacht, was Bochum nicht mag», erläuterte Schlussmann Sascha Burchert. «Wir waren aggressiver, haben die Bälle besser gehalten. Am Ende nehmen wir den Punkt mit. Aber wir müssen das einfach von Anfang an besser in den Griff bekommen.» Im Spitzenspiel am Sonntag bei Union Berlin sollten die Fürther damit beginnen.