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Corona-Fälle sorgen für Fragezeichen bei Greuther Fürth

Fürth (dpa/lby) – Ein wenig ahnungslos ist Stefan Leitl vor dem Nachholspiel beim SSV Jahn Regensburg schon. Vor zwei Wochen mussten die Oberpfälzer nach mehreren Corona-Fällen in häusliche Isolation. Wer bei den Regensburgern am Mittwochabend (18.30 Uhr/Sky) in der 2. Fußball-Bundesliga aber nun genau auflaufen wird, kann der Fürther Trainer natürlich nicht vorhersagen.

«Es ist sehr schwierig, wir wissen nicht genau, welche Spieler tatsächlich auf dem Spielberichtsbogen sein werden», äußerte Leitl am Dienstag. Man wolle sich aber allein auf sich selbst konzentrieren. Die Regensburger hatten nicht bekanntgeben, wer genau sich neben Coach Mersad Selimbegovic noch mit dem Virus infiziert hatte.

Personell hat Leitl selber keine Sorgen. Zumindest keine großen. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist sogar Offensivspieler Julian Green wieder dabei. Ihm gehe es «wirklich sehr gut», sagte Leitl. Der 25-Jährige wird demnach im Kader stehen und könnte auch wieder beginnen. Dafür wird erwartungsgemäß Abwehrspieler Abdourahmane Barry fehlen. Der Verteidiger hat sich im letzten Zweitligaspiel der Fürther am 6. März gegen Spitzenreiter VfL Bochum (1:2) eine schwere Bänderverletzung im Knöchel zugezogen. Damit wird der 21-jährige Franzose sogar die nächsten Wochen ausfallen.

Die ursprünglich für den 13. März angesetzte Partie in Regensburg sollte die Fürther nicht aus ihrem Rhythmus gerissen haben. «Ich bin froh, dass wir jetzt schon spielen können», sagte Leitl und verwies auf die kurze Verschiebung von nur vier Tagen. «Wir sind absolut bereit, dort ein gutes Spiel zu machen.»

Die Fürther wollen mit einem Sieg in Regensburg im Aufstiegsrennen nachlegen. Ein Dreier mit vielen Toren könnte die Franken sogar wieder auf Tabellenplatz zwei hinter Bochum hieven. «Sie werden uns alles abverlangen», warnte Leitl jedoch vor dem Jahn.

Das Franken-Derby am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg ist indes noch weit weg. «Der Fokus liegt ganz klar auf Regensburg. Wenn wir den Fokus nicht auf morgen legen, dann kriegen wir einen auf den Deckel», mahnte Leitl.

Die Regensburger jedenfalls können ihren ersten Auftritt nach der Corona-Welle kaum abwarten. «Wir haben Bock und Lust, aber müssen aufpassen, dass wir die Frische behalten», sagte Selimbegovic. Am Wochenende hatten alle Spieler wieder das Training aufgenommen. Sicher ausfallen werden die angeschlagenen Sebastian Nachreiner und Scott Kennedy sowie Benedikt Saller wegen einer Gelb-Sperre.

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