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Greuther Fürth aufstiegsreif: 3:0 gegen Braunschweig

Fürth (dpa/lby) – So präsentiert sich ein potenzieller Aufsteiger. Die SpVgg Greuther Fürth hat in der 2. Fußball-Bundesliga das nächste Zeichen gesetzt und sich als erster Verfolger von Tabellenführer VfL Bochum positioniert. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bezwang nach einem Tore-Dreierpack schon in der ersten Hälfte Eintracht Braunschweig am Dienstagabend mit 3:0 (3:0).

Die Franken liegen nach dem fünften ungeschlagenen Spiel nacheinander nur drei Zähler hinter den Bochumern. Der Vorsprung auf Verfolger Hamburger SV auf Relegationsrang drei, der am Donnerstag sein Nachholspiel beim SV Sandhausen bestreitet, beträgt vier Zähler.

«Sehr zufrieden» sei er, befand Leitl. «In der Summe war das ein hoch verdienter Sieg. Wir waren sehr konzentriert von Beginn an.» Zum möglichen Aufstieg sagte Leitl: «Es ist nach wie vor ein Traum und den leben wir, wir leben den von Spiel zu Spiel.» Mittelfeld-Motor Sebastian Ernst sagte: «Wir haben einfach Bock jeden Tag, jedes Spiel Vollgas zu geben. Wir verstehen uns großartig in der Mannschaft.»

Die Fürther traten mit der Entschlossenheit eines künftigen Aufsteigers auf. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher brachte Ernst die Gastgeber schon in der neunten Minute in Führung. Die Braunschweiger waren mit den schnellen Kombinationen der Fürther zeitweise überfordert.

Kapitän Branimir Hrgota (19./Foulelfmeter) und der ehemalige Eintracht-Stürmer Havard Nielsen (33.) machten schon vor der Pause für die Fürther alles klar. Leitls Mannschaft kann am Sonntag beim FC St. Pauli den nächsten Schritt Richtung Aufstieg machen.

Rasant legten die Fürther los. Hrgota schlug einen herrlichen Diagonalpass auf David Raum auf der linken Seite. Dessen Flanke vollende Ernst mit einem sehenswerten Seitfallzieher zur Führung. Und es ging rasant weiter. Oumar Diakhite holte Nielsen im eigenen Sechzehner ungeschickt von den Beinen. Referee Robert Hartmann entschied folgerichtig auf Strafstoß, den Hrgota cool verwandelte.

Die mit derselben Startelf wie beim 2:2 gegen Darmstadt angetretenen Fürther waren die deutlich überlegene Mannschaft. Sie spielten souverän und bestachen durch schnelle Kombinationen. So auch beim 3:0, als Nielsen einen Angriff über Julian Green und Hrgota gegen seine ehemalige Mannschaft abschloss.

Und die Braunschweiger? Sie hatten in Dong-Won Ji zwar einen gefährlichen Spieler, die Fürther beschäftigten die Gäste aber in der Defensive permanent. Etwas erstaunlich, denn die Braunschweiger hatten zuvor nur drei Gegentore in acht Spielen kassiert.

Die Fürther konnten es sich erlauben, nach dem Wechsel einen Gang runter zu schalten. Chancen zum 4:0 hatten sie dennoch. Paul Seguin (51.) scheiterte nach einem Schnellangriff an Torwart Jasmin Fejzic, der per Fußabwehr klären konnte. In der Schlussphase spielten die Fürther die Partie souverän runter.

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