© Klaus-Dietmar Gabbert

Gewerkschaft gegen «Tag des offenen Klassenzimmers»

München (dpa/lby) – Einen Tag mal wieder in die Schule auch in Corona-Hotspots? Den Vorschlag von Kultusminister Michael Piazolo hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als «Wahnsinns-Idee» bezeichnet. «Was soll diese Alibi-Aktion? Hier werden die Schulen mit unnötigem Planungsstress belastet», teilte die GEW Bayern am Freitag mit.

Piazolo (Freie Wähler) hatte für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100, in denen also grundsätzlich nur Distanzunterricht erlaubt ist, die Möglichkeit für einen «Tag des offenen Klassenzimmers» für Grundschulklassen angekündigt. Grundschüler sollen an einem Tag die Möglichkeit bekommen, sich im Klassenzimmer zu treffen – aber nur auf freiwilliger Basis, und wohl eher nicht in Regionen mit einer Inzidenz über 300.

«Was außer Unruhe, Organisationsdruck und erhöhtem Infektionsrisiko für alle Beteiligten sollte dieser Tag bringen?», fragte die GEW. Ruth Brenner, Mitglied im Hauptpersonalrat, erklärte: «Lieber Herr Piazolo, verschonen Sie uns mit solchen Ideen und überlassen Sie den Schulen die Planungen zu Distanz- oder Wechselunterricht – ohne «Happy Days».» Die Zeit solle lieber für eine gute Test- und Impfstrategie für Schüler und Schulpersonal genutzt werden.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-792888/2