Gewalt gegen Polizisten: In Oberfranken steigt die Zahl der Fälle

Die Gewaltbereitschaft gegen Polizeibeamte in Oberfranken nimmt immer mehr zu. Das zeigen aktuelle Zahlen des bayerischen Innenministeriums aus dem Jahr 2017. Oftmals eskaliert die Lage schon bei kleinen Einsätzen wie zum Beispiel Ausweiskontrollen.
Im Vergleich zu 2016 gibt es eine Steigerung der Attacken gegen oberfränkische Polizisten von 4 Prozent. Das entspricht einem Wert von etwa 12 Fällen pro Woche. Die Angriffe gehen von Schlägen und Tritten über Attacken mit Messern bis hin zum Gebrauch einer scharfen Schusswaffe. Die Folge: 180 schwer verletzte Beamte. Häufigste Ursache für die Übergriffe: übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum. Außerdem müssen sich die Polizisten mittlerweile fast täglich Beleidigungen und Bedrohungen anhören.

Die Täter sind überwiegend Erwachsene, vereinzelt aber auch Jugendliche. Als Gegenmaßnahmen investiert die Polizei Oberfranken in Schutzausrüstungen. Außerdem gibt es für die Beamten Spezialtraining.