Zwei Streifenwagen der Polizei stehen am Straßenrand., © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Gerangel wegen Äthiopien-Konflikt bei Lesung in Nürnberg

Bei einer Autorenlesung in Nürnberg, bei der als Gast auch die äthiopische Botschafterin in Deutschland Mulu Solomon Bezuneh zugegen war, ist es am Samstag zu Rangeleien gekommen. Ein Deutscher mit äthiopischen Wurzeln sei von bislang Unbekannten ins Gesicht geschlagen und angerempelt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Botschafterin habe die Veranstaltung sicher verlassen können.

Zuvor hatte eine Gruppe von 50 Personen versucht, Einlass zu der Veranstaltung zu bekommen, offenbar um gegen die Politik der äthiopischen Regierung zu protestieren. Die Gruppe sei jedoch nicht eingelassen worden, die Polizei habe sie beobachtet, um weitere Aktionen zu verhindern.

In Äthiopien tobt in der Region Tigray ein bewaffneter Konflikt. Dort stehen sich äthiopische Regierungstruppen auf der einen und Milizen der abgesetzten Regionalregierung von Tigray gegenüber. Es geht um mehr Autonomie für die Region im Norden. Außerdem plagt eine schwere Dürre das Land.