Ein Teleskoplader zieht ein Kleinflugzeug aus dem Öschlesee., © Davor Knappmeyer/dpa/Archivbild

Geldstrafe für Pilot nach Absturz von Kleinflugzeug

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in einen Allgäuer Badesee mit vier Verletzten ist der Pilot der Maschine zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der damals 38-Jährige habe einen Strafbefehl des Kemptener Amtsgerichts wegen fahrlässiger Körperverletzung akzeptiert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kempten am Freitag. Damit sei die Geldstrafe im niedrigen vierstelligen Bereich Ende Mai rechtskräftig geworden. Zunächst hatte die «Allgäuer Zeitung» berichtet.

Die Staatsanwaltschaft war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Fehler des Piloten beim Start an einem nahe gelegenen Flugplatz die Ursache für den Absturz in den See in Sulzberg war. Der Mann habe die Landeklappen nicht richtig eingestellt, so dass der Luftwiderstand beim Start zu hoch gewesen sei, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. In der Folge habe der Pilot in dem Badesee notlanden müssen.

Bei dem Unglück waren vier Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Das Flugzeug ging im See unter und musste einen Tag später mit einem Luftsack an die Oberfläche befördert werden.