Geisterzug in der Oberpfalz: Staatsanwaltschaft Hof beantragt Strafbefehl gegen Lokführer

Halloween ist zwar bereits seit zwei Tagen vorbei, aber auch zu anderen Zeiten können sich Menschen gruseln. Auch das, was im August 2019 in der Oberpfalz passiert ist, hat so manchem einen Schrecken eingejagt. Damals ist ein sogenannter Geisterzug mit 80 Stundenkilometern ungebremst durch die Landschaft gerollt.

Die Staatsanwaltschaft Hof hat gegen den Lokführer jetzt beim Amtsgericht Wunsiedel Strafbefehl beantragt. Der Mann soll 3750 Euro zahlen. Nach Angaben der Ermittler, soll er dem Güterzug in Schirnding wegen einer Störung ein zweites Triebfahrzeug vorangesetzt haben. Allerdings soll er die beiden Teile nicht miteinander gekuppelt haben. Dadurch konnten die anderen Waggons nicht mehr bremsen. Statt nach Wiesau ist der Zug bis in den Landkreis Schwandorf gerollt. Nur weil der Zug freie Fahrt hatte und nicht entgleist ist, ist nichts passiert. Laut Ermittler habe der Lokführer seine Sorgfaltspflicht nicht erfüllt und fahrlässig gehandelt.