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Gegen Mulchpflicht: Landwirte im Fichtelgebirge wehren sich mit Petition

Im Garten wächst kein einziges Unkraut – es zirpt aber auch kein Grashüpfer mehr und kein Vogel zwitschert. Umweltschützer warnen davor, dass mit der übertriebenen Pflege von Grünflächen immer mehr Lebensräume für Insekten und Pflanzen verschwinden. Deshalb haben Naturschützer und Landwirte aus der Region eine Petition gestartet.

Seit 2015 lässt die EU Agrarflächen stilllegen, um für bedrohte Arten neue Lebensräume zu schaffen. Dabei gilt allerdings auch eine jährliche Mulchpflicht, was die Unterzeichner vom Arbeitskreis „Blühendes Fichtelgebirge“ kritisieren. Dabei müssen die Landwirte die Fläche mähen und das Mähgut zerkleinern, wodurch sich die Zahl der Tiere verringere. Gute Erfahrungen hingegen habe man mit Brachen im Landkreis Wunsiedel gemacht. Dort ist zertifiziertes Saatgut eingesät.