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Gedenkfeier für die Opfer der Katastrophe von Kaprun

Kaprun (dpa) – 20 Jahre nach der Katastrophe vom Kitzsteinhorn haben Angehörige an der Gedenkstätte in Kaprun an die Opfer erinnert. 155 Skifahrer waren am 11. November 2000 in der brennenden Seilbahn in Österreich ums Leben gekommen. Wegen der Corona-Auflagen fand das Gedenken in diesem Jahr in begrenztem Rahmen statt. Die Angehörigen durften Medienberichten zufolge nur in kleinen Gruppen die Gedenkstätte an der Talstation betreten.

Auslöser für das Feuer in der Gletscherbahn war ein Heizlüfter am Ende des Zuges. Die meisten Passagiere flüchteten im Tunnel von den Flammen weg nach oben in Richtung Bergstation. Sie wurden von der tödlichen Rauchwolke eingeholt. Lediglich zwölf Menschen schafften es lebend aus dem Tunnel – sie waren nach unten gelaufen.

Nach einem aufsehenerregenden Prozess wurden 2004 in Salzburg 16 Angeklagte freigesprochen. Im selben Jahr wurde die Gedenkstätte errichtet. 37 der 155 Todesopfer stammten aus Deutschland.