Der emeritierte Papst Benedikt XVI gibt ein Interview., © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Gebirgsschützen bei Benedikt: «Properer Eindruck»

Vier bayerische Gebirgsschützen sind zum Blitzbesuch zum 95. Geburtstag des emeritierten Papstes Benedikt XVI. in Rom gewesen. «Es hat sich kurzfristig ergeben, dass wir über Ostern mit vier Mann kommen konnten», sagte Vize-Landeshauptmann Hans Baur aus Wallgau am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Erst habe es geheißen, der Besuch sei nicht möglich. Doch nach dem Geburtstag am 16. April kam dann doch noch grünes Licht, so Baur. In einer spontanen Aktion sei er dann mit der Delegation nach Rom aufgebrochen, wo sie den Ex-Papst in seinem Vatikankloster besucht hätten. «Er machte einen ganz properen Eindruck», sagte Baur. Es gehe ihm «halt so, wie es einem mit 95 Jahren geht». Sein Privatsekretär Georg Gänswein sei wegen einer Corona-Infektion nicht bei dem Treffen dabei gewesen.

Körperlich sei Benedikt etwas wackelig auf den Beinen. Geistig sei er hellwach, man habe über Bayern und Erlebnisse aus der Vergangenheit geredet. «Man hat sich unterhalten wie auf einer Familienfeier.» Im «Münchner Merkur» ergänzte Baur: «Wie wir dann weggefahren sind, da war die Dimension schon erkennbar. Ob wir ihn noch mal wiedersehen? Weiß man nicht. Es kann sein.» Das Missbrauchsthema kam offenkundig nicht zur Sprache.

Der gebürtige Bayer Benedikt ist Ehrenmitglied der Gebirgsschützen. Landeshauptmann Martin Haberfellner habe ihm die Kiem-Pauli-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen der Gebirgsschützen verliehen, fügte Schütze Hans Wembacher an. Das «Traunsteiner Tagblatt» nannte als Mitbringsel aus der Heimat: Weißwürste, Käse sowie Bier vom Hofbräuhaus Traunstein.

Vor dem Besuch bei Benedikt seien sie bei der Generalaudienz mit Papst Franziskus am Petersplatz in der ersten Reihe gesessen, erzählte Baur. Franziskus habe auch mit ihnen ein paar Sätze auf Deutsch gewechselt. Es sei «gefährlich» in München – «viel Bier trinken». Zudem ließ er Grüße an den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx ausrichten.