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Gastgewerbe entsetzt: Soforthilfen gefordert

München (dpa/lby) – Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hält die verschärften Corona-Regeln für «absolut nicht nachvollziehbar» und reagiert fassungslos. «Wir wissen aus dem letzten Jahr, dass Teilschließungen und einseitige Lockdowns in unserer Branche nicht wirkungsvoll sind», sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Freitag und forderte postwendend massive Hilfen: «Wir erwarten jetzt ein Bayerisches Sofortprogramm in Form von Umsatzentschädigungen sowie sofortige Steuerstundungen für die von der unverschuldeten Schließung betroffenen Betriebe.»

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor eine Sperrstunde ab 22 Uhr für die Gastronomie angekündigt. Alle Schankbetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken müssen ab Mittwoch für drei Wochen ganz schließen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 müssen Gastronomie und Hotels komplett schließen. Inselkammer sagte, das Gastgewerbe bekomme «nun wieder die Sonderopferrolle zugewiesen».

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