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Fußball: Oberfranken fordern eigene Landesliga

Noch weiß der Bayerische Fußball Verband nicht, wie er mit der Corona-bedingt abgebrochenen Saison 2019/2021 in den Amateurligen umgehen soll – da werden Stimmen laut, die Landesligen umzustrukturieren. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen aus den aktuell fünf Landesligen sieben werden – eine für jeden Regierungsbezirk. Ein entsprechendes Konzept haben drei Oberfranken entwickelt.

Weite Fahrten, hohe Kosten, wenig Attraktivität, geringes Zuschauerinteresse – die sechsthöchste Liga im Freistaat ist nicht besonders attraktiv. Das soll sich und muss sich ändern, besonders angesichts der enormen Herausforderungen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, so die Forderung. Damit man auf eine Sollstärke von 18 Mannschaften kommt, soll die neue oberfränkische Liga mit Mannschaften aus den beiden Bezirksligen Ost und West aufgefüllt werden. Die Vorteile für die Vereine liegen auf der Hand: höhere regionale Identität, viele Derbys und attraktivere Spiele, geringere Kosten und mehr Einnahmen. Auch der Aufbau eines regionalen Sponsorenkonzeptes wäre möglich, ebenso wie Fernsehübertragungen durch lokale TV-Sender.

Aus der Euroherz-Region wären die Kickers Selb, der SV Mitterteich, der FC Vorwärts Röslau, der FC Eintracht Münchberg und der FC Rehau für die neue Landesliga Nord qualifiziert. Der Verband hat sich bislang noch nicht zu den Plänen geäußert.