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Fulton-Smith: Corona-Maßnahmen zerstörten meine Berufssparte

München (dpa) – Der auch als Maler aktive Schauspieler Francis Fulton-Smith (55) hält die monatelangen Corona-Einschränkungen der Bundesregierung für willkürlich. «Ich habe ja nie verstanden, wieso Menschen sich vor eine Fleischtheke stellen können, aber nicht vor ein Bild», sagte er im Interview des «Playboys». Die Maßnahmen hätten dazu geführt, dass seine «Berufssparte radikal zensiert und für beendet erklärt wurde», kritisierte der gebürtige Münchner.

Er könne sich nicht erklären, warum Kultur in Deutschland nicht als systemrelevant erachtet werde: «Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum Menschen in der U-Bahn fahren können, aber nicht im Theater sitzen.» Auch er persönlich sei von den Einschränkungen stark betroffen gewesen – und zwar nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Künstler: «Ich hatte in 2020 tatsächlich zehn Ausstellungen, und dann kam Corona. Das ist dann praktisch auf Null runter.»

Das Kulturleben in Deutschland war während der Pandemie viele Monate in der Zwangspause, mitterweile sind Theater, Kinos und Museen wieder geöffnet.

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