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Freie Wähler erwarten heute Ende der Koalitionsverhandlungen

München (dpa) – Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger rechnet noch heute mit einem Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der CSU in Bayern.

«Es ist noch nicht in Stein gemeißelt, ein paar neuralgische Punkte gibt es noch. Aber ich glaube, wir werden heute durchmüssen durchs Nadelöhr», sagte er vor Beginn des zehnten Verhandlungstages im bayerischen Landtag in München.

Weitere Details wollte er nicht nennen. Aiwanger ließ aber durchblicken, dass es auch bei der Aufteilung der Ministerien keine unüberbrückbaren Hürden mehr gibt. «Auch das wird am Ende so über die Bühne gehen, dass es passt», betonte er. Aiwanger hatte vor den Verhandlungen drei bis fünf Ministerien für die Freien Wähler gefordert.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollte sich vor dem Auftakt der Verhandlungsrunde am Freitag erneut nicht zum Stand der Dinge äußern. Aus Verhandlungskreisen ist aber zu hören, dass die große Runde am Vormittag letztmals zusammenkommen soll.

Nach einer Unterbrechung nach der Mittagspause wegen einer Fraktionssitzung der Freien Wähler könnten die Gespräche dann am Nachmittag in kleinen Runden endgültig zu Ende gehen. Eine Veröffentlichung der von CSU und Freien Wählern vereinbarten Inhalte im Koalitionsvertrag soll es aber erst geben, nachdem die Gremien beider Parteien, die jeweiligen Landesvorstände und Landtagsfraktionen, am Sonntagnachmittag in getrennten Sitzungen darüber beraten und abgestimmt haben.