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Frau mit Hammer erschlagen: Sohn wegen Mordes vor Gericht

Traunstein/Schnaitsee (dpa/lby) – Kinder hatten beim Spielen in einem Wald bei Schnaitsee im Landkreis Traunstein die Leiche einer Frau entdeckt – nun muss sich vom nächsten Mittwoch (31. Oktober) an der Sohn der 53-Jährigen wegen Mordes vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Der damals 20 Jahre alte Mann soll im September 2017 seine psychisch kranke Mutter im Streit bedrängt, gewürgt und schließlich mit einem Hammer erschlagen haben.

Gemeinsam mit einem Freund soll er die Leiche dann in den Wald gebracht und dort verscharrt haben. Der Freund, zur Tatzeit 19 Jahre alt, muss sich unter anderem wegen Strafvereitelung verantworten. Er soll auch geholfen haben, das Haus nach der Tat von Blut und anderen Spuren zu reinigen. Erst im November 2017, vor einem Jahr, fanden Kinder dann im Wald die Leiche.

Beide hatten die Tat im Wesentlichen eingeräumt. Verhandelt wird vor einer Jugendkammer. Damit ist aber nicht klar, ob beide auch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Beim Jugendstrafrecht stehen nicht Strafe und Sühne im Vordergrund, sondern der Erziehungsgedanke.

Bis zum 16. November sind sieben Verhandlungstage angesetzt. Geladen sind mehr als ein Dutzend Zeugen sowie drei Sachverständige.