© Andreas Gebert

Fotoserie der «Brown Sisters» für Pinakothek der Moderne

München (dpa/lby) – Die Pinakothek der Moderne in München hat die berühmte Fotoserie «The Brown Sisters» von Nicholas Nixon erworben. Die 44 Bilder zeigen die Ehefrau des Fotografen und ihre drei Schwestern über einen Zeitraum von fast 45 Jahren. Das erste Bild entstand 1975, als die Frauen zwischen 15 und 25 Jahre alt waren. Seitdem fotografiert Nixon die vier jedes Jahr, bis heute. Weltweit gebe es die komplette Serie nur noch in der Fundación Mapfre in Madrid und dem Modern Art Museum im US-amerikanischen Fort Worth, teilte die Alexander-Tutsek-Stiftung am Dienstag in München mit. Die Stiftung, die Kunst und Wissenschaft fördert, hat die Kosten des Ankaufs in Höhe eines sechsstelligen Betrages übernommen.

Wann die Fotografien in München gezeigt werden sollen, ist laut Pinakothek noch unklar. In den nächsten zwei Jahren sollen sie in eine Ausstellung eingebettet werden. Die Serie geht zudem noch weiter. Die Pinakothek besitzt aber nach eigenen Angaben eine Kaufoption für weitere Fotos der Schwestern.

Die Alexander-Tutsek-Stiftung unterstützt unter anderem das Haus der Kunst in München. In diesem Jahr will sie nach eigenen Angaben mehr als 60 Stipendien in den Bereichen Kunst und Wissenschaft vergeben. In ihrem Sitz, einer Jugendstil-Villa in München-Schwabing, zeigt sie auch selbst Ausstellungen. Schwerpunkte der Stiftung in der Kunst sind zeitgenössische Fotografien und Skulpturen. Am 22. März ist in der Villa die Schau «Primäre Gesten» zu sehen mit Fotografien aus China von Robert Rauschenberg sowie Glasarbeiten von Künstlern wie Mona Hatoum oder Terry Winters.