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Forggensee bleibt länger als üblich trocken

Füssen (dpa/lby) – Die Forggensee im bayerischen Allgäu wird in diesem Sommer zeitweise eher an eine Wüste als an einen See erinnern. Wegen Bauarbeiten an dem Staudamm kann der See bei Füssen heuer nicht wie üblich zum 1. Juni gefüllt werden. Der Energiekonzern Uniper investiert derzeit 20 Millionen Euro in die Modernisierung des Damms. Nach einer Betriebsdauer von 64 Jahren sei aufgrund von üblichen Alterungserscheinungen solch eine Sanierung normal, teilte der Energiekonzern mit.

Während der Arbeiten wird das Wasserniveau so wie im Winter etwa 15 Meter unter dem Normalstand bleiben. Probleme macht der teils trockengelegte See der Tourismuswirtschaft im Landkreis Ostallgäu. Um die Einbußen beispielsweise der Schifffahrt zu minimieren, hat Uniper zugesichert, die Saison im Herbst zu verlängern. Bis zum 1. November wird der Forggensee dann aufgestaut bleiben, üblicherweise wird bereits Mitte Oktober der Wasserstand reduziert.

Bislang ist allerdings noch unklar, wann das fehlende Wasser in den bei Urlaubern und Wassersportlern beliebten See zu Fuße des Schlosses Neuschwanstein eingelassen werden kann. Je nach Fortschritt der Bauarbeiten soll dies im Juni entschieden werden. Mit einer Fläche von 15 Quadratkilometern zählt der Forggensee zu den größten Seen in Bayern.