Flüchtlinge als Ärzte: Anerkennung des Berufs auch hier möglich

Deutschlandweit haben sich mittlerweile über 1.000 Ärzte bereit erklärt, in der Ukraine medizinische Hilfe zu leisten. Wie es im umgekehrten Fall ist, wenn gelernte Ärzte aus der Ukraine als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, damit beschäftigt sich aktuell der ärztliche Kreisverband Hof.
Ein Ehepaar aus der Nähe von Kiew hatte dort als plastische Gesichtschirurgen in mehreren Kliniken praktiziert. Nun möchten sie nach ihrer Flucht auch hier ihre Tätigkeit ausüben – müssen aber hoffen, dass ihre Dokumente, die sie als Ärzte ausweisen, hier auch anerkannt werden.
Ulrich Voit, der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbands Hof, rät ihnen und auch anderen Ärzten aus dem Ausland folgendes:
Die endgültige Entscheidung über eine Approbation hier in Deutschland trifft dann die entsprechende Bezirksregierung, bei der die beglaubigten Unterlagen eingereicht werden müssen. Bis dahin besteht für zugereiste Ärztinnen und Ärzte auch die Möglichkeit, eine zunächst befristete Zulassung zu erhalten. Diese ist allerdings an die Anstellung in einer Klinik gebunden und ist nicht für den Betrieb einer stationären Praxis anwendbar, so Voit weiter.