Ab dem Schuljahr 2023/2024 soll in Grundschulen und Kitas nur noch ein Gericht angeboten werden, das vegetarisch ist., © Philipp von Ditfurth/dpa

Fleischloses Kita-Mittagessen: Kritik von Eltern und Ernährungsministerium

Mit Fleisch oder ohne Fleisch? Das ist heute unser Topthema für euch zum Mitdiskutieren.
Aktuell haben die Kindergarten- und Grundschulkinder in Freiburg im Breisgau beim Mittagessen noch die Auswahl. Ab dem ersten Januar soll sich das aber ändern. Dann soll es in Kitas und Grundschulen ein rein vegetarisches Einheitsmenü geben. Darauf hat sich der Gemeinderat in Freiburg kürzlich geeinigt. Die Entscheidung hat aber vor allem für viel Aufregung gesorgt. 
Kritik kommt vor allem von den Elternbeiräten in Freiburg. Die Eltern wollen selbst entscheiden, ob bei ihren Kindern Fleisch auf den Teller kommt – das soll nicht Aufgabe der Politik sein. Auch das Stuttgarter Landwirtschafts- und Ernährungsministerium sieht den Beschluss kritisch. Kinder sollten demnach in ihrer Entwicklung die Möglichkeit haben, einen eigenen Geschmack zu entwickeln und sich auszuprobieren. Dazu gehört laut dem Ministerium auch der Verzehr von Fleisch. Ein weiterer Kritikpunkt von Eltern und Ministerium: Der Gemeinderat begründet seine Entscheidung damit, dass vegetarische Ernährung billiger, gesünder und klimafreundlicher sei. Gleichzeitig soll aber der Elternbeitrag für ein Schul-Mittagessen steigen – um rund 23 Prozent bis September 2024.
Das Fazit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung fällt da aber recht eindeutig aus. Ernährungswissenschaftlerin Astrid Donalies sagt: Fleisch ist weder in der Schule noch Zuhause unbedingt ein Muss. Den Großteil der Ernährung bei Kindern sollten demnach pflanzliche Produkte ausmachen. Dazu gehören neben Obst und Gemüse zum Beispiel auch Brot und Reis. Auch Milchprodukte sind okay, aber ebenfalls kein Muss, so die Expertin.