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15 Verletzte bei Brand in Gefängniszelle: Ursache unklar

Kempten (dpa/lby) – Bei einem Feuer im Kemptener Gefängnis sind am Mittwoch 15 Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei haben Häftlinge und Justizbeschäftigte überwiegend Rauchgasvergiftungen erlitten. Drei Menschen seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Brand war am Morgen aus zunächst ungeklärtem Grund in einer Zelle ausgebrochen. In dem Trakt gab es eine starke Rauchentwicklung. Die Bediensteten der Justizvollzugsanstalt (JVA) begannen sofort mit Löscharbeiten. Die Freiwillige Feuerwehr aus Kempten konnte die Flammen dann endgültig löschen.

Wegen des Feuers waren etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes vor Ort. Im Umfeld der Haftanstalt kam es wegen des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen.

Die Insassen aus dem betroffenen Trakt wurden in andere Teile der JVA verlegt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass vor Ort ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes die Entstehung des Brandes untersuchen soll. Wann erste Ergebnisse zur Ursache des Feuers vorliegen werden, war zunächst unklar. Auch die Schadenshöhe war zunächst noch nicht geklärt.

Die 2003 in Betrieb genommene JVA am Ortsrand von Kempten hat nach eigenen Angaben 272 Einzelzellen und 22 Hafträume, in denen bis zu drei Menschen untergebracht werden können. Insgesamt kann das Gefängnis bis zu 338 Inhaftierte aufnehmen. Die JVA nimmt ausschließlich Männer mit kürzeren Haftstrafen von maximal drei Jahren aus dem Allgäu und angrenzenden Gebieten auf.

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