Feiertage nachholen?: Das sagt der Experte

Ausgerechnet der 1. Mai, der Tag der Arbeit, fällt dieses Jahr mal wieder auf einen Sonntag. Für Arbeitnehmer ist das eine schlechte Nachricht – sie haben einen  Feiertag weniger. Nun werben einige Politiker (Grüne und DIE LINKE) dafür, solche entgangenen freien Tage künftig nachzuholen. Wie sehen das die Menschen in der Region?
In Belgien, Spanien oder Großbritannien zum Beispiel gehen bereits jetzt Feiertage, die auf ein Wochenende fallen nicht einfach so verloren. 

Hört sich einfach an, ist es aber nicht, sagt Mathias Eckardt, Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Oberfranken. Er findet die Idee grundsätzlich gut, kritisiert aber den Zeitpunkt. Denn jeder Feiertag kostet ein Unternehmen Geld, zum Beispiel durch Ausgleichszahlungen. Dieses Geld hätten die Firmen aktuell nicht:
Hier ginge es um beträchtliche Summen, denn es ginge um mehrere Feiertage. Für die Unternehmen sei das in der derzeitigen Situation und aus Arbeitnehmersicht kaum tragbar, so Eckardt. Viele Unternehmen kämpfen durch Corona und den Krieg bereits um ihre Existenz. Die Feiertage nachzuholen wäre da nur noch eine zusätzliche Belastung, so der Experte.