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FDP fordert schnelleren Ausbau von Frauenhäusern in Bayern

München (dpa/lby) – Der Ausbau von Frauenhäusern geht nach Ansicht der Landtags-FDP in Bayern viel zu langsam voran. Innerhalb eines Jahres sei die Zahl staatlich geförderter Plätze für schutzsuchende Frauen und Kinder nur um 4,4 Prozent auf 799 gestiegen, 34 Plätze mehr als 2019, sagte FDP-Fraktionsvize Julika Sandt der Deutschen Presse-Agentur in München. Schreite der Ausbau in diesem Tempo voran, werde die Staatsregierung ihr selbstgestecktes Ziel von umgerechnet mehr als 1300 Betten erst 2032 erreichen.

Sandt bezog sich auf die Antwort des Sozialministeriums auf eine schriftliche Anfrage der FDP. Demnach gab es zum 1. Januar 2020 im Freistaat 362 Plätze für schutzsuchende Frauen und 437 für Kinder. Sechs neue Plätze für Frauen sowie die dazugehörigen mindestens sechs Kinderplätze sollen laut Ministerium noch in diesem Jahr geschaffen werden, in Regensburg, Kempten und Memmingen. Zudem werde über weitere 27 Frauen- und mindestens ebenso viele Kinderplätze verhandelt, die vom Bund gefördert werden.