Sadio Mané., © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Härtetest für neues Bayern-Trio: Kimmich lobt Führungsstärke

Beim abendlichen Empfang der deutschen Botschaft in Washington holte Oliver Kahn noch einmal einen Extra-Beifall für den zu Afrikas Fußballer des Jahres gekürten Sadio Mané ein. Diese Auszeichnung sei einfach toll, sagte der stolze Vorstandschef des FC Bayern am Donnerstagabend (Ortszeit) in der amerikanischen Hauptstadt, als er den Erfolg des Senegalesen verkündete.

Mané ist nach der Ehrung allerdings beim Duell in der deutschen Nacht zum Sonntag (1.00 Uhr MESZ), der Pflichtspiel-Generalprobe gegen Manchester City, nicht dabei. Der 30-Jährige reist nach der Kür zur Nummer 1 in Afrika nicht mehr aus Marokko in die USA zurück. Er freut sich aber schon auf den Supercup in einer Woche in Leipzig.

Auch ohne Mané wird das Spiel gegen den vom früheren Münchner Coach trainierten englischen Meister eine andere Prüfung als es das 6:2 gegen D.C. United in Washington war. Bislang sind die Münchner nach mit ihren vier neuen Stars zufrieden.

Die Neuzugänge im Überblick:

Sadio Mané (30/FC Liverpool): Der Senegalese ist der neue Topstar in der Offensive. Beim 6:2 gegen D.C. United harmonierte er gut in vorderster Front zusammen mit Serge Gnabry. Und auch im Training gibt Mané Gas. «Ich glaube, dass er hungrig ist, Bock hat, Titel zu gewinnen und Tore zu machen, dass er Bock hat voranzugehen», sagte Mittelfeldchef Joshua Kimmich. Mané würde gerne auch die Elfmeter schießen, doch hier hat sich Trainer Julian Nagelsmann noch nicht auf den neuen Schützen Nummer 1 festgelegt.

Matthijs de Ligt (22/Juventus Turin): Nach einer «großen Achterbahnfahrt», wie der Niederländer die Tage bis zur Ankunft zur Mannschaft in den USA beschrieb, kommt nun allmählich Ruhe ein. Schon gegen D.C. war zu erkennen, dass de Ligt Übersicht, Qualität im Aufbauspiel hat und kopfballstark ist – wenngleich er bei einem Gegentreffer geplagt von Strapazen und Jetlag nicht gut aussah. In der Offensive zeigte er sich bei einem sehenswerten Schuss dagegen torgefährlich und traf zum zwischenzeitlichen 4:0. Leader Kimmich lobte schon de Ligts «Fähigkeiten voranzugehen».

Ryan Gravenberch (20/Ajax Amsterdam): Der Youngster könnte früher seine Bewährungschance bekommen als erwartet. Durch den Ausfall von Leon Goretzka steigen die Einsatzchancen von Gravenberch im Mittelfeldzentrum. «Er ist ein sehr feiner Fußballer und hat immer gute Ideen», sagte Nagelsmann, sieht aber noch Defensiv-Potenziale beim Niederländer. «Wenn er so spielt, wie er trainiert, glaube ich, dass wir alle Freude daran haben werden.» Auch Kimmich findet es «beeindruckend, dass er schon auf so einem hohen Niveau ist».

Noussair Mazraoui (24/Ajax Amsterdam): Nagelsmann lobte die Fähigkeit des Marokkaners, gute Räume zu finden. Auf dem rechten Flügel war er beim 6:2 mit an der Entstehung des 1:0 gegen Washington beteiligt. Das Zusammenspiel mit seinen neuen Kollegen lief beim Debüt natürlich noch nicht rund.