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Fast ein Jahr nach Messerattacke in Hof: Ermittlungen gegen den Vogtlandkreis eingestellt

Knapp ein Jahr ist es jetzt her, dass Anfang Juli ein Mann am Bahnhof in Hof einen polnischen Busfahrer erstochen hat. Anfang Januar fiel das Urteil: Der Täter musste in die Psychiatrie. Doch damit waren aber noch nicht alle Ermittlungen abgeschlossen.

Der Vogtlandkreis hätte den Täter eventuell schon vorher stoppen können. So die Ausgangslage für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Zwickau.
Immerhin soll der mutmaßliche Täter psychische Auffälligkeiten gezeigt haben. Er soll außerdem schon in seiner Heimat im vogtländischen Reichenbach auffällig geworden sein. Auch die Mutter hat sich diesbezüglich an die Behörden gewandt. Passiert ist nichts.

Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat daher seit kurz nach der Tat gegen Unbekannt im Vogtlandkreis wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Seit März haben sich diese Ermittlungen auch direkt gegen zwei Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamts gerichtet. Weil diesen aber kein fahrlässiges Handeln nachgewiesen werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft Anfang Juni das Ermittlungsverfahren eingestellt. Das bestätigte eine Sprecherin heute auf Euroherz-Anfrage.