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Fast doppelt so viele Lehrstellen wie Bewerber

München (dpa/lby) – Bayerns Firmen gehen allmählich die Lehrlinge aus: Heuer wird nach Einschätzung des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) eine Rekordzahl von Ausbildungsplätzen unbesetzt bleiben. Aktuell gebe es nach den Zahlen der Arbeitsagenturen für 44 000 freie Lehrstellen nur 23 000 potenzielle Bewerber. «Viele Firmen bieten auch wegen des steigenden Fachkräftemangels reichlich Lehrstellen an, aber der dringend benötigte Nachwuchs ist jedes Jahr schwerer zu bekommen», sagte BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

Sasse forderte ein Umdenken in der Bildungspolitik – die Berufsausbildung solle den gleichen Wert haben wie ein Studium. «Dazu gehört, dass neben den wichtigen Investitionen in Hochschulen auch die Berufsschulen zügig eine deutlich bessere Ausstattung bekommen.»