Fall Peggy: Unterstützer von Ulvi K. wollen Klage erklären

Seit die Ermittler im Herbst einen neuen Tatverdächtigen präsentiert haben, ist der Fall Peggy wieder richtig ins Rollen gekommen. Ob Manuel S. auf freiem Fuß bleiben kann oder in Haft muss, entscheidet derzeit das Landgericht Bayreuth. Einen Tatverdächtigen hat es in dem Fall schon einmal gegeben.
Den geistig behinderten Ulvi K. aus Lichtenberg hat 2004 im ersten Verfahren ein Gericht noch wegen Mordes schuldig gesprochen, später aber wieder freigesprochen. Zu der unberechtigten Verurteilung hatte unter anderem ein Gutachten des Psychiaters Hans-Ludwig Kröber geführt. Darin ging’s um die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Ulvi. Daran gab’s aber Zweifel. Das für Ulvi K. zuständige Anwaltsbüro hat deshalb vergangene Woche Klage gegen Kröber eingereicht; es geht um 350.000 Euro Schadenersatz. Details dazu will der Unterstützerkreis von Ulvi K. am Nachmittag bekannt geben.