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Fall Peggy: Unterstützer von Ulvi K. wollen Gutachter verklagen

Seit die Ermittler im September einen vermeintlichen Tatverdächtigen präsentiert haben, ist der Fall Peggy wieder richtig ins Rollen gekommen. Der Mann ist nach seiner Verhaftung im Dezember wieder auf freien Fuß. Er hat sein Teilgeständnis, die Leiche von Peggy verschafft zu haben, widerrufen. Möglicherweise gabs auch Pannen beim Verhör.

Pannen soll es allerdings auch beim Gutachten des Psychiaters Hans-Ludwig Kröber gegeben haben. Das hatte 2004 unter anderem zur Verurteilung des geistig behinderten Ulvi K. aus Lichtenberg beigetragen. In dem Gutachten gings um die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Ulvi K., der im ersten Verfahren wegen Mordes schuldig gesprochen und später wieder freigesprochen wurde. Das für Ulvi K. zuständige Anwaltsbüro will in dieser Woche noch eine umfassende Klageschrift gegen Kröber einreichen; es geht um 350.000 Euro Schadenersatz. Details will der Unterstützerkreis von Ulvi K. am 18. Januar nennen.