Fall Naser R.: Verwaltungsgericht nimmt Stellung

Der Fall um den Hofer Kirchenvorsteher Naser R. hat bei vielen in der Bevölkerung für Unverständnis gesorgt. Er musste um seine Abschiebung fürchten, obwohl ihm in seinem Heimatland die Todesstrafe droht. Auch Dekan Günter Saalfrank konnte die Richterin nicht ganz verstehen:

Das Bayerische Verwaltungsgericht in Bayreuth hat dazu jetzt Stellung genommen. Demnach erfolge vor Gericht keine inhaltliche Glaubensprüfung. Es gehe darum, ob der Person in ihrem Heimatland erhebliche Beeinträchtigungen drohen. Eine christliche Taufe sei für die Gerichte verbindlich, bei vielen Herkunftsländern reiche das aber nicht für die Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der Religionsfreiheit aus.