Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet., © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Fachkräfte in Hochfranken: Mangel erstreckt sich über den gesamten Arbeitsagentur-Bezirk

Der Fachkräftemangel ist voll in der Euroherz-Region angekommen. Das sagt Sebastian Peine, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. Im Dezember 2022 hat die Agentur ein Rekordhoch bei den gemeldeten Arbeitsstellen verzeichnet. Nach aktuellen Berechnungen kommt momentan ein Arbeitsloser auf eine offene Stelle. Laut einer Orientierung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beginnen bei drei Arbeitslosen, die auf eine Stelle kommen, schon die ersten Knappheitssituationen. Diese Relation erstrecke sich eins zu eins über den gesamten Arbeitsmarktbezirk und alle Qualifikationen, so Peine gegenüber Radio Euroherz. Auch Arbeitslose ohne Berufsqualifikation seien hier durchaus knapp.

Die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof setzt auf die berufliche Orientierung an Schulen, um junge Menschen von einer Ausbildung zu überzeugen. Es gibt aber auch konkrete Maßnahmen, die Arbeitslose und Beschäftigte ohne Abschluss ansprechen sollen. Ziel ist es, sie zu einer Umschulung zu bewegen. Ein großes Thema ist aber auch die Fachkräfteeinwanderung aus dem Ausland. In der Region würden derzeit viele Menschen aus Tschechien, Polen, Rumänien oder Kroatien arbeiten. Aber auch rund 2.000 Geflüchtete aus acht unterschiedlichen Herkunftsländern seien hier sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sebastian Peine hofft diesbezüglich auf Erleichterungen beim Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die der Bund beschließen will. Zusätzlich bräuchte es auch Fachkräfte aus Staaten außerhalb der EU.