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Experte: Auf dem Arbeitsmarkt lief es auch im Mai rund

Nürnberg (dpa/lby) – Der Frühjahrsaufschwung hat auch im Mai die Arbeitslosigkeit in Bayern weiter sinken lassen. «Es herrscht auf dem Arbeitsmarkt weiter Blütezeit», kommentierte ein Arbeitsmarkt-Experte im bayerischen Arbeitsministerium die aktuelle Beschäftigungssituation. Die offiziellen Mai-Arbeitslosenzahlen will die bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Mittwoch (30. Mai) veröffentlichen.

Für eine Fortsetzung des Trends sprechen nach Expertenansicht die positiven wirtschaftlichen Vorzeichen, wie das anhaltend gute Konsumklima. «Die Konjunktur brummt weiter und die Bereitschaft der Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, ist nach wie sehr hoch.» Sorgen bereiteten dennoch verschiedene weltwirtschaftliche Entwicklungen, wie die drohenden Strafzölle der USA, aber auch «die Angst, dass mit der Politik der neuen italienischen Regierung die Euro-Krise zurückkehren könnte».

Nach Berechnungen auf Basis der Vormonats-Entwicklung waren im Mai im Freistaat rund 205 000 Männer und Frauen ohne Arbeit. Das wären knapp 8000 weniger als im April und rund 16 000 weniger als vor einem Jahr. Im Mai erreicht in der Regel der Frühjahrsaufschwung seinen Höhepunkt. Meist werden dann die letzten im Winter gestrichenen Stellen wieder besetzt, etwa im Tourismus und der Gastronomie, was die Arbeitslosigkeit meist noch mal spürbar drückt.