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Ex-Zweckverbandschef wegen Untreue verurteilt

Nürnberg (dpa/lby) – Der frühere Geschäftsleiter eines Zweckverbandes für Sondermüllbeseitigung in Mittelfranken ist wegen Untreue zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann hatte am Donnerstag in der Verhandlung am Landgericht Nürnberg-Fürth gestanden, mehr als 50 000 Euro aus Mitteln des Zweckverbandes in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Als Grund gab er private Geldprobleme an. Das Gericht blieb klar unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zweieinhalb Jahre Haft gefordert hatte.

Er habe das Geld, das er selbst immer als Darlehen verstanden haben will, inklusive Zinsen inzwischen zurückbezahlt. Dies gelte auch für die Summen, die nicht mehr Gegenstand der Anklage gewesen sind, weil die Delikte inzwischen verjährt sind. Der Mann, der im Hauptberuf als Kämmerer einer fränkischen Stadt arbeitet und die Geschäftsleitung des Zweckverbandes nur nebenbei innehatte, habe insgesamt mehr als 90 000 Euro zurückgezahlt. Bei der Landesanwaltschaft ist ein disziplinarrechtliches Verfahren gegen den Beamten anhängig.