Erzbistum Bamberg: Schick gegen Missbrauchsentschädigung durch Kirchensteuer

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der auch für die Katholiken in Hochfranken zuständig ist, hat sich gegen die Verwendung von Kirchensteuermitteln für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer ausgesprochen: Er sei der Auffassung, dass man dazu keine Kirchensteuer einbeziehen sollte, sagte Schick gestern (16.11.) in Bamberg vor der Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Dies sei auch gar nicht so einfach, da er als Bischof ohne Zustimmung des Diözesansteuerausschusses nicht über diese Mittel verfügen könne. Die Entschädigungen müssten aus anderen Geldern geleistet werden, so Schick. Er reagierte damit auf die kirchliche Debatte über Modalitäten und Höhe von Entschädigungsleistungen für Missbrauchsopfer von Geistlichen.Zuletzt hatte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, betont, zur Finanzierung müssten auch Kirchensteuermittel eingesetzt werden. Die Kirchenmitglieder seien als Solidargemeinschaft in der Pflicht.