Besucher stoßen auf dem Oktoberfest mit Bier an., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Entlastungspaket wird nicht ausreichen: Verbände der deutschen Getränkewirtschaft fordern staatlichen Rettungsschirm

Die Getränkewirtschaft leidet derzeit an einem Mangel an Kohlensäure, bedingt durch die Energiekrise. Monika Meinel-Hansen von der Hofer Brauerei Meinel spricht zum Beispiel von einer schweren Situation, auch im Hofer Raum. Von Lieferanten sei man bereits über Lieferengpässe bei Kohlensäure informiert worden. Aber auch sonst hat die Getränkewirtschaft finanziell zu kämpfen. Anfang September hat die Bundesregierung ein neues Entlastungspaket angekündigt. Über 65 Milliarden Euro schwer soll es sein. In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Verbände der deutschen Getränkewirtschaft: Die Hilfen würden nicht ausreichen, es brauche einen breiten Rettungsschirm.

Seit Corona hätte die Getränkewirtschaft erhebliche finanzielle Nachteile erlitten, nur ein geringer Teil der Betriebe habe aber Überbrückungshilfen in Anspruch nehmen können. Die Kostensteigerungen für Energie, Rohstoffe und Logistik seien für die Unternehmen existenzbedrohend geworden. Dazu kämen Störungen in den Lieferketten. Die Verbände der deutschen Getränkewirtschaft fordern vom Bund eine bezahlbare und sichere Versorgung mit Gas und Strom, eine sichere Versorgung mit Kohlendioxid und verlässliche Logistik sowie sichere Lieferketten. Der Bund solle zudem die gesamte Ernährungsindustrie und ihre Lieferketten bei der Energieversorgung priorisieren, um Engpässe und leere Regale in den Märkten zu vermeiden. Ein weiteres Thema für die Verbände der deutschen Getränkewirtschaft ist der Abbau von Bürokratie.