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«Enorme Anmeldezahl»: Bayern fördert 63 500 Betreuungsplätze

München (dpa/lby) – Nach der Kritik des Städtetages erhöht Bayern die Zahl der geförderten Betreuungsplätze für Kinder bis zur Einschulung auf 63 500. «Wir investieren nun insgesamt rund 356 Millionen Euro», sagte Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Dienstag in München. Als Grund für die Korrektur nannte sie die «enorme Steigerung» der Antragszahlen. Damit haben der Freistaat die Bundesmittel für das 4. Sonderinvestitionsprogramm verdreifacht.

Mit dem 4. Sonderinvestitionsprogramm erhalten die Gemeinden einen Aufschlag von bis zu 35 Prozent auf die reguläre gesetzliche Förderung. Das bedeutet, dass Kommunen bis zu 90 Prozent ihrer förderfähigen Investitionskosten erstattet bekommen. Alle bis 31. August 2019 eingegangenen Anträge sollen nun gefördert werden.

Mit der neuen Zielsetzung korrigiert die Staatsregierung bereits zum dritten Mal innerhalb eines knappen Jahres das Ausbaupensum. Im Koalitionsvertrag hatte noch der Ausbau von 42 000 Betreuungsplätzen gestanden, im September war die Zahl bereits auf 50 000 erhöht worden. Vor knapp einer Woche hatte der Bayerische Städtetag jedoch bereits erklärt, dass die Zahl nicht ausreiche und 65 000 Plätze als notwendige Zielmarke genannt.