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EAV-Sänger: Hasstiraden im Internet müssen bestraft werden

München (dpa) – Klaus Eberhartinger, Sänger der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV), hält es für dringend notwendig, dass Verfasser von Hasstiraden im Internet stärker verfolgt und bestraft werden. «Im Internet kann man ja heutzutage jemanden regelrecht liquidieren», sagte der Österreicher im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. «Das passiert uns auch immer wieder, denn wo die persönliche Verantwortung nicht gegeben ist, teilen viel zu viele kräftig aus. Es ist sehr gut, dass endlich versucht wird, das Internet zu reglementieren und die Hasstiraden zu bestrafen.»

Auch sein Bandkollege Thomas Spitzer fordert mehr Haltung gegen Hass und Hetze: «Zu viele Künstler haben es in der Vergangenheit vermieden, Inhalte politischer Natur zu bringen, um das Käuferklientel nicht zu verlieren», sagte der Texter und Komponist der Gruppe. «Ein Lied wird zwar nicht die Welt verändern, aber als intellektueller Künstler hat man die Pflicht, Stellung zu beziehen».

Die österreichische Pop-Rockband, die vor allem für Hits wie «Küss die Hand, schöne Frau» oder «Märchenprinz» bekannt ist, geht 2019 nach 40 Jahren auf ihre letzte Tournee und verabschiedet sich mit dem Studio-Album «Alles ist erlaubt».