© Daniel Karmann

Durchbruch im Fall Peggy: Manuel S. hat die Leiche im Wald abgelegt

In diesem Jahr wäre sie 26 Jahre alt geworden, 17 Jahre haben die Ermittlungen im Fall der 2001 verschwundenen Peggy K. aus Lichtenberg bislang gedauert. Jetzt gibt es in dem Fall einen großen Durchbruch. Bei einer Pressekonferenz in Bayreuth haben das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth bekanntgegeben, dass der zuletzt verdächtigte Manuel S. aus Marktleuthen aller Wahrscheinlichkeit nach die Leiche der damals neunjährigen Peggy in einem Wald in Thüringen abgelegt hat. Das hat der Verdächtige selbst eingeräumt, mehrere Indizien bestätigen das. Er soll sie allerdings nicht getötet haben. Er wisse aber, wer die Tat begangen habe.

 

Manuel S. will die Leiche der damals neunjährigen Peggy an einer Bushaltestelle in Lichtenberg entgegen genommen, sie in eine rote Decke gewickelt und dann in den Wald gefahren haben. Aber getötet habe er sie nicht. Das hat er den Ermittlern gesagt, nachdem diese mehrere Spuren mit ihm in Verbindung bringen konnten. Unter anderem hatte er für den Tag von Peggys Verschwinden kein ausreichendes Alibi. Andere Indizien haben mit Farb- und Pollenspuren zu tun. Ein Name des mutmaßlichen Täters, zumindest sofern die Geschichte von Manuel S. stimmt, liegt den Ermittlern auch vor. Sie müssen die Personalie jetzt noch überprüfen. In dem Zusammenhang hofft sie auch auf Zeugen, die am 7. Mai 2001 einen goldenen Audi in Lichtenberg gesehen haben.

 

Radio Euroherz-Reporterin Lisa Grießhammer berichtet direkt aus Bayreuth:

Die Ermittler bitten wieder um Ihre Mithilfe. Eine Belohnung von 30 000 Euro wurde ausgesetzt, die zur Aufklärung des Verbrechens führen. Insbesondere geht es um folgende Fragen:

  • Wer hat am Montag, 7. Mai 2001 den goldfarbenen Audi 80 gesehen?
  • Wer hat an oder in dem Fahrzeug Personen wahrgenommen? Gegebenenfalls zusammen mit Peggy?
  • Wer hat Manuel S. jemals zuvor mit Peggy gesehen?

Manuel S. befindet sich weiter auf freiem Fuß, es wird gegen ihn wegen „Beihilfe des Mordes“ ermittelt. „Beihilfe zum Totschlag“ wäre bereits verjährt.