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Kein 1860-Aufstieg: Ingolstadt bejubelt Platz drei

Ingolstadt (dpa/lby) – Jubel beim FC Ingolstadt, Wut und Frust bei den «Löwen»: Nach einer frühen Roten Karte für Gäste-Torwart Marco Hiller besiegten die Ingolstädter im Entscheidungsspiel um den Aufstiegs-Relegationsplatz in der 3. Fußball-Liga den TSV 1860 München mit 3:1 (2:0). In Überzahl trafen Kapitän Stefan Kutschke (26. Minute), Spielmacher Marc Stendera (44.) und Marcel Gaus per Foulelfmeter (90.+2) für die glücklichen Schanzer. Dennis Eckert Ayensa verschoss zudem einen weiteren Strafstoß (90.+1) für den Tabellendritten, der zwei Jahre nach dem Abstieg zurück in die 2. Liga drängt.

Auch mit zehn Mann bewiesen die «Löwen» am Samstag angeführt von Kapitän und Torjäger Sascha Mölders große Moral. Die Belohnung war das 1:2-Anschlusstor von Verteidiger Dennis Erdmann (81.). Zu mehr reichte es für das Team von Trainer Michael Köllner aber nicht.

Die «Löwen» hätten im Ingolstädter Sportpark gewinnen müssen, um Platz drei zu erobern. Doch die Notbremse von Torwart Hiller, der außerhalb des Strafraums den ihn umkurvenden FCI-Angreifer Fatih Kaya foulte, war letztendlich spielentscheidend.

Für die Schanzer lag am letzten Spieltag sogar der direkte Aufstieg in Reichweite, da Hansa Rostock beim 1:1 gegen Absteiger VfB Lübeck zwischenzeitlich zurücklag und den zweiten Platz am Ende nur dank der besseren Tordifferenz verteidigen konnte. Der punktgleiche FCI hätte schon mit fünf Toren Unterschied gegen die «Löwen» gewinnen müssen.

In der Relegation trifft Ingolstadt am 27. und 30. Mai auf den Drittletzten der 2. Liga. Der Gegner wird am Sonntag ermittelt. Vier Clubs kommen infrage: Jahn Regensburg, SV Sandhausen, VfL Osnabrück oder Eintracht Braunschweig. Für die Ingolstädter ist es die dritte Relegation nacheinander; 2019 stiegen sie ab, 2020 misslang der Wiederaufstieg in einem dramatischen Duell mit dem 1. FC Nürnberg.

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