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Drei tote Jugendliche nach israelischem Luftangriff auf Gaza

Gaza (dpa) – Bei neuen Angriffen der israelischen Luftwaffe auf Ziele im Gazastreifen sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums drei Jugendliche getötet worden.

Die Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren seien am Sonntag an der Grenze des abgeschotteten Küstengebiets zu Israel ins Visier des Militärs geraten.

Die israelische Luftwaffe bestätigte, auf drei Palästinenser geschossen zu haben, die sich dem Grenzzaun genähert hätten. Sie hätten anscheinend die Absicht gehabt, einen Sprengsatz neben dem Zaun zu platzieren, hieß es.

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist in den vergangenen Tagen erneut gefährlich eskaliert. Dutzende Raketen wurden aus dem Küstenstreifen auf Israel abgefeuert, nachdem bei gewaltsamen Protesten an der Grenze vier Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden waren. Zwei weitere Palästinenser starben bis Sonntag an den Folgen ihrer Verletzungen. Als Reaktion auf die Raketenangriffe bombardierte Israels Luftwaffe in der Nacht zum Samstag mehr als 80 Ziele in dem Küstenstreifen, wie die Armee mitteilte.

Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad, die sich zu den Raketenangriffen auf Israel bekannt hatte, erklärte daraufhin am Samstag eine Feuerpause. Diese Entscheidung folge auf Bemühungen Ägyptens, eine Waffenruhe zu erzielen und eine weitere Eskalation zu verhindern, hieß es in der Stellungnahme.

Seit Ende März wurden bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 200 Palästinenser getötet. Die Demonstranten fordern eine Aufhebung der seit mehr als einem Jahrzehnt herrschenden Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören.