Kies liegt am Ufer der Niedrigwasser führenden Donau., © Armin Weigel/dpa/Illustration

Donau: Zu warmes Wasser gefährdet Gewässerorganismen

Die Donau führt in Teilen so warmes und sauerstoffarmes Wasser, dass Pflanzen und Tiere in dem Fluss gefährdet sind. Die Regierung der Oberpfalz hat deshalb am Donnerstag für den Abschnitt zwischen Regensburg und Passau die zweite von drei Warnstufen ausgerufen. «Grund für die Warnung ist die derzeit anhaltende warme und trockene Wetterlage, die auch die gewässerökologischen Verhältnisse in der Donau beeinflusst», hieß es zur Begründung.

Die Messstelle Pfelling bei Deggendorf weise seit über einer Woche in der Tagespitze eine Wassertemperatur von mehr als 25 Grad auf. «Aufgrund der Wetterlage und der prognostizierten Hitze-Tage ist mit einem Anstieg deutlich über 26,5 Grad zu rechnen», erläuterte die Behörde. Zudem erhöhe sich durch den prognostizierten Wetterumschwung die Wahrscheinlichkeit, dass die Sauerstoffverfügbarkeit in den nächsten Tagen in den frühen Morgenstunden unter den entsprechenden Grenzwert falle.

Mit der offiziellen «Warnung», bei der laut Definition des Alarmplans bayerische Donau «gewässerökologisch kritische Verhältnisse» auftreten, werden nun Maßnahmen zur Verbesserung des Sauerstoff- und Temperaturregimes umgesetzt. Zugleich werden Aktivitäten untersagt, die zu einer weiteren Verschlechterung führen. Dazu gehören beispielsweise Schlammräumungen und Baggerarbeiten in der Donau oder die Außerbetriebnahme von Kläranlagen zu Sanierungszwecken. Dadurch sollen die Belastungen der Gewässerorganismen so gering wie möglich gehalten werden.