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Distanzunterricht: BLLV Oberfranken sieht Lernfortschritt gefährdet

Während sich die Schulen in der Region für den Distanzunterricht gewappnet sehen, kritisieren die Lehrerverbände die Fortsetzung des Heimunterrichts. Vor allem für Schüler der Abschluss- oder Übergangsklassen könnten Probleme entstehen, wenn Stoff nicht richtig oder nur langsam vermittelt werden kann. Wenn Prüfungen verschoben werden, könnte es Probleme mit dem Berufseinstieg oder dem Studienstart geben.

Aber auch den Lernfortschritt der 1. und 2.-Klässler sieht man gefährdet, so Henrik Schödel vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband Oberfranken, dieser könnte sich in die folgenden Schuljahre weiterziehen. Man habe beobachtet, dass Kinder nach dem letzten Lockdown das Lesen wieder verlernt hätten, hier macht sich der Unterrichtsausfall und der fehlende Präsenzunterricht klar bemerkbar.

Vor allem ohnehin sozial benachteiligte Kinder fallen im Distanzunterricht noch weiter zurück, wenn der Lernfortschritt nicht kontrolliert oder zuhause nicht geübt werde. Dazu gebe es manchmal nur eingeschränkten Zugang zu PC oder einem Drucker, um wichtige Arbeitsblätter auszudrucken, so Schödel.