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Diebstähle in Büros: Anklage gegen «Regenschirm-Einbrecher»

München (dpa) – Die Staatsanwaltschaft München I hat nach einer langen Einbruchserie in verschiedene Bürogebäude einen Mann festgenommen, den sie «Regenschirm-Einbrecher» nennt. Er soll in zahlreiche Büros in München, Frankfurt, Hamburg und Zürich eingebrochen sein, um dort Wertgegenstände wie vor allem Laptops zu stehlen. Angeklagt sind 15 Fälle mit einem Gesamtschaden von mehr als 300 000 Euro. Seinen Spitznamen verpassten die Ermittler ihm, weil er sich bei den Taten mit einem aufgespannten, dunklen Regenschirm vor Überwachungskameras zu schützen versuchte.

Der Mann sei schon lange von verschiedenen Strafverfolgungsbehörden gesucht worden. Bei den Taten fiel er nicht nur durch den Regenschirm und besonders gute Kleidung auf, sondern auch dadurch, dass er regelmäßig Diebesgut mit sehr hohem Wert erbeutete, teilweise im sechsstelligen Bereich.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft verkaufte der 39-Jährige das Diebesgut über einen Mittelsmann an eine ungarische Firma in Budapest, von wo aus die Ware dann weiterverkauft wurde. Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann unter anderem über seine Handydaten und Videoaufnahmen in Hotels, in denen er sich aufhielt. Darauf war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu sehen, wie der Mann das Hotel abends mit leerem Rucksack verlässt und später mit einem offenbar gefüllten Rucksack und einer weiteren Tasche in das Hotel zurückkehrt. Im Juli 2020 wurde er am Münchner Flughafen festgenommen als er – mit Diebesgut im Gepäck – im Begriff war, nach Ungarn zurück zu reisen. 

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