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Die Linke: Hybrid-Parteitag in Plauen

Die sächsischen Linken haben eine gerechte Verteilung der Lasten aus der Corona-Krise verlangt. Die Forderung zog sich am Samstag wie ein roter Faden durch einen Parteitag in Plauen und war Kern eines Leitantrages. Laut Parteichefin Susanne Schaper habe die Pandemie die soziale Spaltung der Gesellschaft sowie die Untauglichkeit neoliberaler Politik offengelegt. Durch die Krise und ihre Folgen drohe die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung. Die Linken würden sich daher für die Abschaffung des Hartz-IV-Systems einsetzen und es durch eine existenzsichernde und sanktionsfreie Mindestsicherung von 1.050 Euro ersetzen. Das Treffen der Linken in Plauen war ein sogenannter Hybrid-Parteitag. 83 Delegierte saßen zu Hause am Computer und verfolgten die Reden im Livestream, knapp 70 Frauen und Männer waren im Saal «analog» dabei. Das Meinungsforschungsinstitutes Kantar sieht Die Linke mit 19 Prozent erstmals seit langer Zeit wieder auf Platz 2 der Wählergunst in Ostdeutschland.